840 Jahre alt - Ein kleiner Auszug aus der Geschichte des Ortes

Erstmals erwähnt wurde Stiddien um 1172 im Zusammenhang mit dem Erwerb von 2 Hufen Land (1 Hufe = 12 Hektar = 10.000 m²), welches das Stift Steterburg von GERBOLDUS DE STIDEGEM bekam.

 

Stiddien's Landbesitz wurde um 1290 mit 4,5 Hufen Land angegeben. Dieser Landbesitz kam durch Schenkungen und Käufe des Stiftes Steterburg zusammen.

 

Ab 1299 mußten die Kleinhöfe an das Blasiusstift einen Getreidezins abgeben. Um 1300 wurde das erstemal Stiddier Land verlehnt, und zwar an EDELERUS in Braunschweig. 1577 wurde STIDDIEN mit 2 Höf 7 Hufen Land eingetragen.

 

Der erste aufgeführte ACKERHOF von STIDDIEN gehörte den HORNEBURG'S um 1566 mit 5 Hufen Land.

 

Ab 1471 verlor das Stift Steterburg langsam die Herrschaft über das Land von Stiddien. Ab diesem Jahre stritten viele Orte um STIDDIEN'S Ländereien, so z. B.

 

die von BORTFELD ab 1471
die von BROISTEDT von 1500- 1630
die von BROITZEM um 1551
die von GEITELDE ab 1630
die von SALDER ab 1499
die von GADENSTEDT ab 1555
die von CRAMME ab 1771

 

Ab 1548 gab es handfeste Streitigkeiten zwischen Groß Gleidingen, Stiddien, Geitelde und Nortenhof, wobei Stiddien, und Geitelde, von den Braunschweiger Herzögen unterstützt, zusammenarbeiteten um ihre Ländereien zu behalten. Zwischen 1570 und 1670 stahlen sich die Orte gegenseitig das Vieh, pfändeten es, wenn es über die Grenzen kam, zogen neue Grenzen, stahlen sich Brücken und verwüsteten sich die Weiden.

 

Nach 1670 entspannte sich die Lage, da die Braunschweiger Herzöge nun durchgriffen.

Nach 1630 wurde Stiddien teilweise von den Braunschweiger Herzögen mitverwaltet.

 

1752 wurde eine Neuaufteilung der Weidefläche vorgenommen. Bei dieser Neuverteilung wurden Stiddien und Groß Gleidingen benachteiligt, weil beide Orte die richtigen Mengen ihres Viehes angaben.

 

 

Viehaufstellung von 1752:

 
  Stiddien Gleidingen Geitelde
Rind 40 80 90
Pferd 30 56 62
Schwein 50 65 80
 

Anschließende Gleidinger Proteste wurden 1761 mit einer nochmaligen Neuaufteilung der Weiden ohne Benachteiligung belohnt.

 

Gerichtsbarkeiten ab 1630

 

 

Die Braunschweiger Herzöge bestimmten ab 1630 auch, welche Gerichte für Stiddien zuständig waren.

Ab 1630 viel die Gerichtsbarkeit zu Beddingen. Ab ca. 1750 - 1807 Gerichtsbarkeit zu Leiferde. Von 1807 - 1813 lag sie beim Landgericht Braunschweig. Von 1814 - 1825 Kreisgericht Wotfenbüttel. Von 1825 - 1850 Bezirksgericht Wolfenbüttel und ab 1850 Landgericht Wolfenbüttel.

 

Um 1877 bekam Stiddien den Forst ELLERNBRUCH zugesprochen. STIDDIEN gehörte bis 1975 zum Landkreis Wolfenbüttel, wurde aber dann mit weiteren Orten zur Stadt Braunschweig eingemeindet.

 

Noch ein paar Einwohnerzahlen von Stiddien:

 
1663: 35 Einwohner
1774:  87 Einwohner
1858:  142 Einwohner
1939: 176 Einwohner
 

Man sieht an dieser Chronik wie Stiddien herumgereicht wurde, wie es sich vergrößerte und wie es die ganzen Streitigkeiten überstand.

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